Island heißt Abenteuer, unberührte Natur und ein kleines Völkchen mit einem starken Glauben an Naturgeister. Würde es die größte Vulkaninsel der Erde nicht schon geben, wir müssten sie erfinden. Wir haben die Elfenkinder vom Mittelatlantischen Rücken bereits vor Ort besucht und Euch die unglaublichsten Tipps und Stories mitgebracht.

 

Die Insel am Rand des nördlichen Polarkreises hat fast keine Bäume, dafür gibt es jede Menge Gletscher, Geysire, Eishöhlen, heiße Quellen, aktive Vulkane und farbintensive Polarlichter. Die Bürgersteige sind beheizt, Trolle und Elfen zählen zum Kulturgut. Kurz, eine Insel, so eigenartig und fantastisch, dass sich eine Reise auf jeden Fall lohnt.

© Katla Travel

Von Büchern und Bier

Es gibt eigentlich nur einen Ort um eine Islandrundreise zu starten: Die Hauptstadt Reykjavik, wo ein Drittel der 330.000 Isländer lebt. Dicht besiedelt kann man den mit 100.250 Quadratkilometern zweitgrößten Inselstaat Europas nicht nennen. Dafür ist Reykjavik der Ort mit der weltweit größten Dichte an Buchautoren. Die Kulturszene der nördlichsten Hauptstadt der Welt kann was: Ein Eintauchen in die Literatur- und Kulturszene der isländischen Hauptstadt ist wohl dann schon Pflichtprogramm. Für große Vorstellungen sind das Nationaltheater und besonders das neugebaute Harpa Konzert-und Opernhaus zu empfehlen. Die elfenhafte Sängerin Björk ist dem Rest der Welt ebenfalls ein Begriff. An den Wochenenden, wenn die Clubs und Bars länger als bis um ein Uhr geöffnet bleiben dürfen, ist in Reykjavik Party angesagt. Die Isländer können heftig feiern. Was wohl an der Tatsache liegt, dass sie vor allem im Bierkonsum einiges aufzuholen haben. Bis zum am 1. März 1989 war Bier verboten. Seitdem wird an diesem Datum der „Tage des Bieres“ gefeiert. Wer mehr über Land und Leute der vor 1100 Jahren besiedelten Insel erfahren möchte, der sollte sich im Freilichtmuseum Árbær oder im isländischen Nationalmuseum umsehen. Selbst Museumsmuffel werden ihre Freude daran haben.

Reisen nach Island

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Urgewalten um die Ecke

Die beeindruckende Natur ist nie weit entfernt, so ist Reykjavik auch ein perfekter Ausgangspunkt für Walbeobachtungen. Die flache Bucht ist ein idealer Aufenthaltsort für Wale. Die riesigen Meeressäuger sind das ganze Jahr über zu bestaunen. Zu buchen sind von zweitätigen Bootstouren zu den Walgründe nördlich der Halbinsel Snæfellsnes bis zu zweieinhalb Stunden. Auch jede Menge Delfine sind, nebst Zwerg- und Buckelwalen, auf solchen Touren zu sehen. Danach ist man meist sprachlos und etwas durchfroren. Ein Besuch in der „Blauen Lagune“ daher angesagt. Genau genommen, haben die Isländer bereits auf Wellness gesetzt als es noch keine Bezeichnung für das wohltuende Entspannen von Körper, Geist und Seele gab. Unter Islands Erdoberfläche kocht wegen der vulkanischen Hitze aber auch Wasser. Das Wasser-Dampf-Gemisch wird in Geothermalkraftwerken gespalten, der heiße Dampf treibt Turbinen an. So ein Kraftwerk fördert in der Blauen Lagune aus einer Tiefe von zirka zwei Kilometern eine 240 Grad heiße Mischung aus Süß- und Meerwasser an die Oberfläche. Gespeichert wird das Wasser in einem Salzwassersee, der Temperaturen zwischen 37 und 42 Grad aufweist. Kieselalgen lassen den See in blau und türkisen Farben schimmern.

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Frischer Fisch

Wenn der Magen knurrt, der sollte sich an Fisch und Meeresfrüchte halten. Nobel und Schick ist das Restaurant Apotek.  Das Essen ist fantastisch und die Preise vertretbar – ein 2-Gang-Mittagsmenü ist für ca. 25 Euro zu haben. Ein lustiger Hotspot für den Hunger zwischendurch ist Reykjavik Chips. Auf der Insel konnte sich keine internationale Fastfoodkette auf Dauer halten. Selbst McDonalds verließ 2009 die Insel. Wer sich selbst ein Abendessen angeln möchte, kann auch dies tun. Es gibt überall auf der Insel freundliche Fischer, die Touristen für einen kleinen Betrag mit in ihr Fischerboot nehmen. In Sandgerði sollen Schalentiere besonders gut schmecken. Der Ort, nahe des Keflavik International Airport, im Südwesten der Reykjanes Halbinsel gelegen, gilt als Fischer-Hotspot. Hier kann man nicht nur exzellenten Fisch und Schalentiere angeln, sondern auch in Restaurants, wie dem Vitinn hervorragend essen gehen.

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Hinkommen & entdecken

Ums Fliegen kommt man bei der Anreise kaum umhin. Aus verschiedenen europäischen Städten geht es direkt in die isländische Hauptstadt Reykjavik. Vom Flughafen in die Stadt nimmt man am besten den Bus. Taxis sind recht teuer.

Mit dem Mietwagen durch Island

Wer Island auf eigene Faust erkunden möchte, hat die Wahl zwischen einem Mietwagen und öffentlichen Bussen. Einen Bahnverkehr gibt es auf der Insel nicht. TUI Cars und Europcar haben meist tolle Angebote. Spannende Mietwagen-Stopps sind die große Spalte von Þingvellir oder der Strand von Ytri Tunga, wo die Robben sich auf den Sandbänken tummeln. Die Halbinsel Snæfellsnes ist definitiv einen Besuch wert. Während im westlichen Teil von der Verwaltung in Hellnar interessante Führungen durch den Nationalpark angeboten werden, bietet sich der Süden für Wanderungen entlang der Lavafelder und der Küste an. Auch für Reiter, die gerne mit sympathischen Islandpferden unterwegs sind, ist die Region ein beliebtes Ziel. Spektakulär gestaltet sich ein Ausflug in den Norden der Halbinsel, wo den Besucher gigantische Gletscher, schroffe Steilklippen und weite Sandstrände erwarten.

Per Bus

Der Fernbusverkehr auf Island wird von BSI Travel organisiert. Von Reykjavik aus steuern die Busse die Städte Akureyri, Höfn, und Ísafjörður sowie einige kleinere Orte an. Für Touristen empfiehlt sich der Kauf des Rundreisetickets Hringmiði, mit dem man beliebig lange auf der Ringstraße unterwegs ist, die einmal um die gesamte Insel führt.

Island mit Kind & Kegel

Wer seinen Urlaub gern mit Anhang in einem der bunten Ferienhäuser verbringen möchte, kann bei www.katla-travel.is stöbern. Die Pakete sind für Island recht günstig und beinhalten den Hin- und Rückflug, acht Tage Mietwagen der gebuchten Kategorie inklusive Katla Mietwagenpaket PLUS, drei Übernachtungen in einem Ferienhaus im Süden, vier Übernachtungen in einem Ferienhaus im Westen sowie eine Übernachtung mit Frühstück in Flughafennähe. Mit im Preis enthalten sind auch Kindersitze im Mietwagen, das Familienpaket mit Island-Entdecker-Set, das Island Reise-Handbuch von Dumont, umfangreiches Kartenmaterial sowie die Routenbeschreibung mit Insidertipps. Zudem erhalten alle Familien die Katla Erlebnisgutscheine, die sie bei den Partnern vor Ort einlösen können.

Wissenswertes

 

So sprechen die Wikinger

Das heute gesprochene Isländisch hat sich aus dem Altnordischen entwickelt. Fremdwörter und neue Begriffe werden umgehend durch isländische Ausdrücke ersetzt. Englisch wird fast überall gesprochen.

Die beste Reisezeit

Die Winter in Island sind längst nicht so kalt sind, wie man es für eine Region nahe des Nordpolarkreises erwarten würde. Trotzdem empfehlen sich die Sommermonate für eine Reise auf die Insel. Kühl kann es immer werden. Warme und regensichere Kleidung darf mit ins Gepäck.

Die Sache mit den Nachnamen

In Island gilt nicht das übliche Namensystem, hier sind die Elternteile namensgebend. In der Regel bildet sich der isländische Nachname aus dem Vornamen des Vaters (seltener der Mutter) und dem Anhängsel „-son“ (Sohn, für Jungen) oder „-dottir“ (Tochter, für Mädchen).

Achtung Elfen und Trolle

Für eine Baugenehmigung muss in Island immer geprüft werden, ob dabei Kulturgut beschädigt wird. Dazu gehören auch etwa Felsen, die im Volksmund als „von Elfen bewohnt“ angesehen werden. Das ist etwa der Fall, wenn es Märchen oder traditionell überlieferte Geschichten über diese Orte gibt. In solchen Fällen erstellen externe Berater Gutachten, ob ein Bau zulässig ist.

Das Bierverbot

Warum Isländer ihr Bier besonders schätzen, liegt an der Tatsache, dass es ähnlich wie in den USA  Anfang des 20. Jahrhunderts die Prohibition gab. Ab 1915 war Alkohol verboten. 1935 wurde der Bann zwar aufgehoben, doch Bier mit mehr als 2,25 Prozent Alkohol blieb verboten. Erst am 1. März 1989 fiel diese Einschränkung. Seitdem feiert Island am 1. März jeden Jahres den „Tag des Bieres“.

NO Fastfood

Island gehört zu den wenigen Ländern der Welt, in denen es kein McDonalds gibt. Im Gegensatz zu Bier gibt es hier aber keinen rechtlichen, sondern einen wirtschaftlichen Hintergrund. Die Kosten für den Import vieler Produkte waren zu hoch, der Absatz zu gering. Die globale Finanzkrise verschärfte diese Lage noch. 2009 verließ das Unternehmen nach 16 Jahren die Insel wieder und schloss seine Restaurants.

Nationalsport: Fußball ja, Boxen nein

Der Boxsport auf der Insel ist seit 1956 verboten. Seit 2002 sind Amateurkämpfe zwar wieder zugelassen, Profi-Boxen allerdings ist bis heute verboten.

 

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